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Machnig 150

13. Februar 2013: Die Arbeit der Zuspitzung beginnt

Der politische Aschermittwoch im Landkreis Göttingen ist zu einer festen Institution geworden. Schon zum 23. Mal luden die Eichsfelder Sozialdemokraten, der SPD-Unterbezirk und unser Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann ein, um mit einer Prise Humor die aktuelle politische Lage aufs Korn zu nehmen.

Für die SPD hat mit dem Regierungswechsel in Niedersachsen das neue Jahr gut begonnen. Sie startet gleich zur Bundestagswahl am 22. September 2013 durch. Die ist für Thomas Oppermann als Wahlkreiskandidat ebenso wichtig wie für ihn als erster parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Mit der schwarz-gelben Bundesregierung ging er hart ins Gericht: „Außer der Festlegung des Wahltermins bekommen Angela Merkel und ihr Kabinett nichts mehr geregelt.“
Für den Eichsfelder CDU-Landtagsabgeordneten Lothar Koch, der auch mit 73 Jahren nicht vom Parlamentssitz lassen kann, hat er einen Ratschlag parat. Er soll sich ein Bespiel an Papst Benedikt nehmen und Jüngeren Platz machen. Oppermann hatte aber auch eine brandheiße Nachricht dabei: Gabriele Andretta, bei der Vergabe der Ministerposten für Wissenschaft aber am Ende knapp leer ausgegangene direkt gewählte Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Göttingen, werde von der SPD als Vizepräsidentin des Parlaments vorgeschlagen.

Aschermittwoch2 2013
Fast wie in Bayern: Die Landolfshäuser Blasmusikanten spielen zünftig auf.

Gastredner Matthias Machnig ist überzeugt davon, dass Stephan Weil und die SPD Niedersachsen die Wahl gewonnen haben, „weil sie beharrlich ihre Themen transportiert haben.“ Und welche Themen das sind, ist für den Thüringer Wirtschaftsminister klar: Wirtschaft, Gerechtigkeit und Arbeit. „Der Wachstum muss wieder bei den Beschäftigten ankommen“, postulierte der ehemalige Wahlkampfmanager, der von einem Richtungswahlkampf sprach, der Richtungsthemen benötige, um eine rot-grüne Richtungsmehrheit zu bekommen.
„Heute wollen die Menschen Antworten auf Fragen, die links von der Mitte liegen“, fasste er zusammen. Machnig setzt auf eine signifikant höhere Wahlbeteiligung. Nur wenn die Menschen denken, es geht um nichts, bleiben sie am Wahltag zu Hause.“ Er widersetzte sich dem Eindruck, SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück, werde nur wegen „ein paar ungeschickten Bemerkungen“ so scharf angegriffen. Tatsächlich habe das bürgerliche Lager erkannt, das er als Wirtschafts- und Finanzfachmann ein harter Brocken für sie ist. Machnig: „Das Rennen ist offen. Wir können die Bundestagswahl gewinnen!“ Die Arbeit der Zuspitzung hat begonnen.

Aschermittwoch 2013
Ohne Eichsfelder Mettwurst geht es eben nicht. Die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Doris Glahn und Landrat Bernhard Reuter konnten ebenso wie Matthias Machnig und Thomas Oppermann eine Eichsfelder Mettwurst mit nach Hause nehmen. Rechts der Gieboldehäuser SPD-Vorsitzende Arnold Sommer.

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