Arbeitsgemeinschaft ASF

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Unterbezirk Göttingen arbeitet im Göttinger Frauenforum mit. ASF-Frauen organisieren und gestalten jedes Jahr die Aktionen zum Internationalen Frauentag mit, sowohl in Göttingen als auch in Hann. Münden. Auch an den Veranstaltungen und Aktionen des Göttinger Frauenforums zum "Equal pay day" und zum Tag "Nein zur Gewalt gegen Frauen" sind wir beteiligt. Zum Internationalen Frauentag fand die ASF-Veranstaltung "Frauen in Handwerksberufen" statt. Moderiert wurde sie von unserer Landtagsabgeordneten Gabi Andretta.

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im SPD-Unterbezirk Göttingen (gewählt am 3. Mai 2011): Ines Albrecht-Engel, Sylvia Binkenstein, Andrea Riedel-Elsner, Helmi Behbehani, Ingrid Möring, Reinhild Otterbein (von links).
Vorsitzende
Reinhild Otterbein, Unter dem Kirchhof 4, 37139 Adelebsen, doepfer@t-online.de
Stellv. Vorsitzende
Helmi Behbehani, Wilhelm-Weber-Str. 34, 37073 Göttingen, helmi.behbehani@t-online.de
Stellv. Vorsitzende
Sylvia Binkenstein, Nikolaistraße 30, 37073 Göttingen, s.binkenstein@kkbl.de
Beisitzerinnen
Ines Albrecht-Engel, Ingrid Möhring, Andrea Riedel-Elsner
Frauen führen mit Herz und Verstand
Podiumsdiskussion der AsF zum Thema „Frauen in Handwerksberufen“
Frauen zeichneten sich durch gute Führungsqualitäten aus, würden sie doch einen Betrieb mit viel Herz, aber auch mit sensibler Gewissenhaftigkeit führen, äußerte Geschäftsführerin Waltraud V. Heyn, die einer Spedition mit 50 männlichen Mitarbeitern vorsteht. Anlässlich des Internationalen Frauentages 2002 hatte die AsF zur Podiumsdiskussion mit fünf „gestandenen“ Frauen mit eigenen oder in Familien-Handwerksbetrieben geladen, ein aufschlussreicher Abend, der jungen Frauen durchaus Mut machen konnte, einen Handwerksberuf zu ergreifen.
Während ihrer Berufsausbildung waren sie meist die einzigen Frauen, so die Teilnehmerinnen, in den Bereichen Heizungsbau, Steinmetz- und Bildhauerei, da hieß es, sich durchzusetzen und zu überzeugen. Doch stießen die jungen Frauen in ihrer forschen Art niemals auf Ablehnung, sondern verstanden es, durch ihre Leistungsbereitschaft, welche auch an die körperlichen Grenzen stoßen konnte, zu überzeugen. Frauen seien auch der kreativere Part, verfügten sie doch über mehr Einfühlungsvermögen in die Wünsche der Kundschaft, über Kreativität und Gestaltungsbereitschaft.
An die Politik allerdings seien noch einige Wünsche zu richten bezugnehmend auf die Verbesserung des eher undurchsichtigen Steuerrechts und den Ausbau der Kinderbetreuung. Es fehle eben die Frau zu Haus - sowie Erleichterungen bei der Unternehmensgründung. Im Anschluss an die gut besuchte Veranstaltung im Cafe Inti in Göttingen fanden sich Frauen aus unterschiedlichen Berufszweigen zusammen, um erste Kontakte zwecks zukünftiger Vernetzung zu knüpfen.
Nein zu Gewalt: „Wir haben lange die Augen verschlossen!“
950 Fälle von Gewalt betroffenen Frauen seien im vergangenen Jahr von der Göttinger Polizei im Landkreis Göttingen aufgenommen worden, berichtete anlässlich des Internationalen Frauentages die erste Kriminalhauptkommissarin Annegret Kortleben in Adelebsen. Zur Ausstellungseröffnung der Wanderausstellung „NEIN zu Gewalt“ , organisiert durch die AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Göttingen/Adelebsen) waren Männer und Frauen aller Altersgruppen aus Adelebsen und Göttingen gekommen, um sich über die Möglichkeiten der Gewaltprävention durch Polizei und Politik informieren zu lassen.
Einführend hatte die Kreistagsabgeordnete Reinhild Otterbein über den Sinn der Ausstellung berichtet, welche einerseits den Betroffenen Informationen im Notfall liefert, zum anderen auf das leider immer noch präsente Thema aufmerksam macht. Kathleen Welke, Ortsrat Barterode, lieferte aktuelles Zahlenmaterial zur Anzahl von Frauenhäusern und Beratungsstellen in Niedersachsen sowie Maßnahmenkataloge und Aktionspläne der Landesregierung. Gewalt sei ein schwerer Verstoß gegen Menschenrechte, ergänzte der Landtagsabgeordnete Ronald Schminke, der sich aktiv dafür einsetzen wird, den Opferschutz zu verbessern und einen rechtlichen Rahmen zu entwickeln.
Ziel sei es, nicht nur Gewalttaten aufzudecken, so Annegret Kortleben, sondern Präventionsarbeit zusammen mit anderen Institutionen zu leisten, wichtig dabei stets die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch drei perfekt auf der Querflöte vorgetragene Liedbeiträge von Pia Menzel. Die Frauenfiguren sind bis Ostern an folgenden Orten zu besichtigen: Polizeistation Adelebsen, Rathaus, Volksbank, Sparkasse, Apotheke, Gärtnerei Bertram und Gasstätte Stumpf. Herzlichen Dank besonders an die Referenten/Innen Annegred Kortleben und MdL Ronald Schminke sowie an die Arbeitsgemeinschaft 60plus für ihre Unterstützung.

