Europa-Empfang 2019

der Göttinger Kreisverband der Europa-Union und die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen freuen sich mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Göttingen über den Erfolg ihrer Europaempfänge, in 2019 am 26. Juli um 19:00 Uhr. Wir haben in einem global und europapolitisch schwierigen Umfeld genügend Gesprächsstoff für den Meinungsaustausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren der Arbeit für die Völkerverständigung in der südniedersächsischen Kultur und Politik.

Nach der Wahl des Populisten Donald Trump zum Präsidenten der USA, dessen „America First“-Nationalismus sowohl den freien Welthandel bedroht als auch sicherheitspolitische Risiken - gerade für Regionen wie den Nahen und Mittleren Osten, die ohnehin schon ein globales Pulverfass sind - birgt, müssten die Europäer in der Europäischen Union enger zusammenrücken. Die Ergebnisse der Europawahl vom 26. Mai 2019 lassen das aber leider nicht erkennen. Die proeuropäischen Parteienfamilien gehen aus ihnen geschwächt hervor und lassen überdies zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Zeilen den Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit im Verbund zwischen Europäischem Rat und Europäischen Parlament vermissen. Wenn am Ende der Spitzenkandidaten-Prozess für die Kommissionsspitze ad absurdum geführt wird, lässt dies für die Zukunft wieder sinkende Wahlbeteiligungen im Umfeld rechtspopulistischer Forderungen auf Abschaffung des Europäischen Parlaments befürchten. Diese Forderung ist in Anbetracht der Mitentscheidungskompetenz des Parlaments als unmittelbaren Träger demokratischer Legitimation europapolitischer Entscheidungen natürlich blanker Unsinn. Dennoch müssen wir uns gemeinsam fragen, wie wir die Institutionen der Europäischen Union und die für sie geltenden Regeln fortentwickeln, um handlungsfähig zu bleiben bzw. es überhaupt erst zu werden.

Auf dem Evangelischen Kirchentag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dortmund das Bekenntnis zum Multilateralismus erneuert und es so formuliert: „Ohne Vertrauen als Grundlage kann internationale Politik nicht gelingen. Kein Land kann die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts allein bewältigen.“ Präsident Trump sieht das erkennbar anders. Mit dem seit 2011 in Washington ansässigen Journalisten Stefan Koch haben wir einen Referenten gewonnen, der uns schon 2017 seine Einschätzungen zu den Herausforderungen im Verhältnis Europas zu den USA mitteilte. Für das leider immer wieder notwendige Update sorgt er bei unserem Empfang mit einem Statement zu  „Europa und die USA - die transatlantischen Beziehungen in schwierigen Fahrwassern“.

Lassen Sie uns anschließend darüber diskutieren, wie wir ein vereintes, föderales Europa fördern, das zum einen auf den Grundrechten, auf Frieden, Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Solidarität und auf die Beteiligung der Bürger gegründet ist sowie zum anderen den globalen Herausforderungen wie dem Klimaschutz und einer tragfähigen Sicherheitsarchitektur gewachsen ist.

Es bedarf einer Anmeldung bis zum 23. Juli 2019 unter harm.adam@europa-union.de. Ein Kostenbeitrag von 10 Euro wird an der Abendkasse fällig..

Wann & Wo

Freitag 26.07.2019 19:00 Uhr



Göttingen, Gemeindehaus St. Johannis