Laut und deutlich für Theater und Orchester

 

Mit Erstaunen hat der SPD-Unterbezirk Göttingen den Appell der CDU-Ratsfrau Wibke Güntzler bezüglich der finanziellen Unterstützung des Deutschen Theaters mit dem Land Niedersachsen zur Kenntnis genommen. UB-Vize Frauke Bury kritisiert, dass die Göttinger CDU ein "Bermudadreieck der Verantwortungslosigkeit" konstruiere und die Verantwortung für das Ausbleiben in Aussicht gestellter Mittel irgendwo zwischen Ministerpräsidenten, Finanzminister und Kulturminister verorte.

 

"Frau Güntzler müsste es eigentlich besser wissen", so Frauke Bury. "Den Wirbel um die Zielvereinbarung hat einzig und allein Kulturminister Thümler (CDU) zu verantworten. Er hat sich nicht an die Spielregeln in der Landesregierung gehalten und deshalb keinen Cent zusätzlich für die Kultur herausgeholt, obwohl er höhere Zuschüsse in Aussicht gestellt hatte.“

Es sei nun wenig hilfreich, so Bury weiter, wenn die Göttinger CDU mit unspezifischen Schuldzuweisungen versuche, die kommunale Seite zu spalten. „Unser gemeinsames Ziel muss sein, den Kulturminister zu einem Umdenken zu bewegen, damit sich dieses unwürdige Spiel nicht wiederholt." Es sei der Hartnäckigkeit der Göttinger Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Andretta (SPD) und dem Protest der örtlichen Theater- und Orchesterinitiativen zu verdanken, dass über die politische Liste 3 Millionen Euro für Deutsches Theater und Göttinger Symphonieorchester in 2019 gesichert werden konnten. "Das kann nur eine Übergangslösung sein", so Frauke Bury. Klar sei, dass der Kulturminister endlich für eine auskömmliche und dauerhafte finanzielle Unterstützung durch das Land Niedersachsen sorgen müsse.

Die zuständigen Dezernenten des Landkreises und der Stadt Göttingen, Marcel Riethig und Petra Broistedt, leisten schon lange gemeinsam mit Landrat Bernhard Reuter und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und den Kulturausschüssen von Kreistag und Rat konstruktive Überzeugungsarbeit. Frauke Bury: „Die SPD in Stadt und Landkreis bleibt laut und deutlich, wenn es um bestmögliche kulturelle Förderung geht. Dazu gehört auch zu benennen, wer sich einsetzt und wer hemmt.“

 


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