Infostand in Osterode zu 100 Jahre Frauenwahlrecht

 

Der Arbeitskreis SPD-Frauen Osterode hat mit einem eigenen Info-Stand zum Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht die Bevölkerung informiert. Mit speziellem Info-Material und Muffins in Form eines Wahlreuzes wurden die Osteroder in der Fußgängerzone über dieses wichtige Thema informiert. Außerdem haben die SPD-Frauen auf ihrem Treffen über das Thema diskutiert. In einer Presseinformation ging es um die Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischen Frauen für ein Paritätsgesetz.

 

Mit dem Frauenwahlrecht wurde 1918 deutschlandweit eine Forderung erfüllt, für die insbesondere die Sozialdemokratie gekämpft hatte. Die SPD war die einzige Partei im Deutschen Reich, die die Forderung nach dem Frauenwahlrecht in ihr Programm aufgenommen hatte. Das Erfurter Programm forderte: “Allgemeines, gleiches, direktes Wahl- und Stimmrecht (…) aller über 20 Jahre alten Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts.“ 1895 brachte die SPD unter August Bebel den entsprechenden Gesetzentwurf in den Deutschen Reichstag ein.

Als erste Frau in einem deutschen Parlament sprach die Sozialdemokratin Marie Juchacz: „Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“ „Dabei gilt unsere Anerkennung den starken Frauen, die entgegen aller Widerstände vor 100 Jahren für sich und für uns Frauen die Teilhabe an politischen Prozessen erstritten haben,“ zeigt sich die Sprecherin des Arbeitskreises der SPD-Frauen Osterode, Barbara Lex, beeindruckt.

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100 Jahre Frauenwahlrecht ist also ein Grund zu feiern, aber auch um innezuhalten und zu schauen, wohin wir uns heute bewegen, war die einhellige Meinung der SPD-Frauen in Osterode. Doch eine lebendige Demokratie ist unvollendet, solange die soziale und politische Ungleichheit fortbesteht und die Gleichstellung der Geschlechter nicht in allen Bereichen des menschlichen Lebens und Arbeitens erreicht ist. Noch immer sind Frauen im politischen Leben unterrepräsentiert, weshalb unterstützen die Osteroder SPD-Frauen die Forderung der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen ASF zur Einführung eines Paritätsgesetzes nach französischem Vorbild, in dem die Parteien verpflichtet werden, ihre Wahllisten paritätisch zu besetzen.

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